Verband der Zeitschriftenverlage in Nordrhein-Westfalen e.V.

Neuer Verteilungsplan der VG Wort

Neuer Verteilungsplan der VG Wort

VG Wort beschließt einen neuen Verteilungsplan: Urheber erhalten künftig 100 % der Tantiemen, es sei denn, sie stimmen ausdrücklich zu, einen Teil davon an ihre Verlage abzutreten. Rund 26.000 Autoren verzichten freiwillig auf eine Rückforderung.

turi2, 22.05.2017

Presseverlage warnen vor Enteignung durch neues Urheberrecht

Presseverlage warnen vor Enteignung durch neues Urheberrecht

Anlässlich des Beschlusses des Bundesrates zum Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz vom heutigen Tag haben der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger vor massiven Einschnitten in die Finanzierung von Journalismus gewarnt.

„Der Bundesrat hat mit seiner Entscheidung heute den Finger in die Wunde gelegt und in mehreren Anträgen auf die Gefahr des Gesetzes für die Presse hingewiesen“, sagte ein Sprecher der Verbände. Das dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das geplante Gesetz in der vom Bundesrat heute grundsätzlich begrüßten Form auf eine teilweise Enteignung der Verlage und damit der Journalisten hinausliefe. „Es wäre verheerend, wenn die heute vom Bundesrat benannten Bedenken in Bezug auf die Presse im weiteren Verfahren nicht durch grundlegende Änderungen an dem Gesetz beseitigt würden“, so der Sprecher.

Der Entwurf zum Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz sieht unter anderem vor, dass die Nutzung von Presseprodukten in den digitalen Angeboten öffentlicher Bibliotheken in Teilen grundsätzlich gratis möglich sein soll, auch wenn die Verlage in ihren eigenen Onlinediensten und Archiven hierfür eine Bezahlung verlangen. Das Gesetz soll im Bundestag bereits Ende Juni endgültig verabschiedet werden.

VDZ, 12.5.2017

VZVNRW-Vorstandsmitglied Dirk Sieben ist neues Vorstandsmitglied der Deutschen Fachpresse

VZVNRW-Vorstandsmitglied Dirk Sieben ist neues Vorstandsmitglied der Deutschen Fachpresse

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der IG Fachmedien im Börsenverein des Deutschen Buchhandels wurde am 17. Mai 2017 Dirk Sieben, Geschäftsführer DVS Media, als neuer stellvertretender Sprecher gewählt. Mit Übernahme dieses Amtes trat er automatisch auch in den Vorstand der Deutschen Fachpresse ein.

Siebens Fachmedienkarriere begann 1986 mit einer Ausbildung zum Buchhändler und Verlagskaufmann in der Mayerschen Buchhandlung in Aachen. Im Anschluss blieb er in der dortigen Fachbuchabteilung als Buchhändler tätig. 1992 erfolgte der Wechsel zur DVS Media GmbH, einem Tochterunternehmen des DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. Zunächst für die Bereiche Marketing/Vertrieb zuständig, wurde er später Verlagsleiter und Prokurist. Seit 2005 hat er die alleinige Geschäftsführung des Fachmedienhauses inne.
Zusätzlich zur Geschäftsführung der DVS Media GmbH ist Dirk Sieben seit 2008 einer von zwei Geschäftsführern der DVS-TV GmbH, einer gemeinsamen Beteiligungsgesellschaft von DVS Media und KNM – Krammer Neue Medien. Seit 2015 ist Dirk Sieben zudem Mitglied im Vorstand des Verbandes der Zeitschriftenverlage in NRW e. V. und gehört der Tarifkommission des VZVNRW an.
In den neuen Ehrenämtern in der Deutschen Fachpresse und in der IG Fachmedien folgt Dirk Sieben auf Hans Oppermann, der mit dem Ausscheiden als Vorsitzender der Geschäftsführung des Berliner Beuth Verlages als Fachpresse-Vorstandsmitglied und IG-Sprecher zurückgetreten war.

Deutsche Fachpresse, 17.5.2017
 

11. Networken für NRW-Verleger im Neven DuMont-Haus

11. Networken für NRW-Verleger im Neven DuMont-Haus

Am 9. Mai 2017 durften wir mit unserem 11. Networken für NRW-Verleger zu Gast beim Bundesanzeiger Verlag in Köln sein. Begrüßt wurden wir von Herrn Uwe Mähren, Leiter Fachverlag beim Bundesanzeiger Verlag in Köln.

Nach einer Einführung und Vorstellung des gastgebenden Verlages folgten über 20 VZVNRW-Mitglieder gespannt dem Vortrag von Herrn Sven-Steffen Schulz, Leiter Team Vergabe. Herr Schulz gewährte interessante und aufschlussreiche Einblicke in das VergabePortal des Bundesanzeiger Verlags und stellte die Online-Fortbildung am Beispiel des VergabeTrainers vor.

Wir bedanken uns bei der Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft für die Ausrichtung dieser Veranstaltung und den köstlichen Imbiss, bei dem die Teilnehmer des Networkens im Anschluss an den Vortrag zur weiteren Diskussion und kollegialen Gesprächen zusammenkamen.

VZVNRW, 15.5.2017

LG Berlin hält Klage der Presseverleger gegen Google teilweise für begründet

LG Berlin hält Klage der Presseverleger gegen Google teilweise für begründet

Das Landgericht Berlin hält die Klage der VG Media teilweise für begründet und legt Frage der Notifizierungspflicht des Leistungsschutzrechts der Presseverleger daher dem EuGH vor.

Das Landgericht Berlin hat am 9. Mai 2017 beschlossen, ein Vorabentscheidungsverfahren zur Frage der Notifizierungspflicht des am 1. August 2013 in Kraft getretenen Leistungsschutzrechts der Presseverleger beim Europäischen Gerichtshof einzuleiten. Das Gericht erklärte in dem Verkündungstermin wörtlich, es halte die Klage der VG Media - Presseverleger gegen die Google Inc. zumindest teilweise für begründet. Zu überprüfen sei allerdings, ob das Gesetz bei der EU-Kommission vor Erlass – entgegen der Auffassung der Bundesregierung – hätte notifiziert werden müssen.

Zum Beschluss des Landgerichts Berlin erklärt Markus Runde, Geschäftsführer der VG Media: „Vorzulegen ist nur dann, wenn das Landgericht Berlin in der Sache die Klage in Gänze oder in Teilen für begründet hält. Nur in diesem Fall kommt es auf die Frage der Notifizierung an, nur in einem solchen Fall ist vorzulegen. In der Sache selbst musste die Bundesregierung die Einführung des Leistungsschutzrechts der Presseverleger nicht bei der EU-Kommission notifizieren, da das Leistungsschutzrecht keine technische Vorschrift im Sinne der hier einschlägigen Info-Richtlinie darstellt. Technische Vorschriften im Sinne der Richtlinie sind nur solche, die die Aufnahme oder die Ausübung eines Dienstes der Informationsgesellschaften final und intensiv beschränken. Dies ist bei einem immateriellen Schutzrecht, das die Erbringung des Dienstes nicht behindert, sondern nur zu einer Vergütungspflicht der Suchmaschinenbetreiber für die erlangten geldwerten Vorteile führt, nicht der Fall. Die Bundesregierung ging und geht, anders als das Landgericht Berlin, weiterhin davon aus, dass eine Notifizierungspflicht bei Erlass des Leistungsschutzrechts der Presseverleger nicht bestand und das Gesetz daher anwendbar ist. Die VG Media schließt sich dieser Auffassung an.“

Zum Hintergrund:
Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (Presse-LSR) ist am 1. August 2013 nach Verabschiedung durch den Deutschen Bundestag in Kraft getreten. Es regelt, dass Suchmaschinen und News-Aggregatoren für die Nutzung von digitalen Presseerzeugnissen eine Vergütung an die Presseverleger zahlen müssen.

Gegenstand des Verfahrens vor dem Landgericht Berlin ist die urheberrechtliche Durchsetzung des Presse-LSR gegen die Google Inc. Zunächst hatte die Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt entschieden, dass das Presse-LSR anwendbar ist und Google und andere grundsätzlich zu zahlen haben. Die weitere gerichtliche Durchsetzung ist notwendig geworden, da Google die Anwendbarkeit des vom Bundestag erlassenen Gesetzes und die sich aus dem Gesetz ergebenden Zahlungsverpflichtungen grundsätzlich ablehnt. Kartellrechtliche Fragestellungen zum Missbrauch der Marktmacht durch Google und zur Rechtmäßigkeit der erzwungenen Gratiseinwilligungen werden in gesonderten Verfahren vor dem Kammergericht Berlin und der EU-Kommission entschieden. Sie spielen im Zuge dieses urheberrechtlichen Prozesses eine untergeordnete Rolle.

Die VG Media ist die Verwertungsgesellschaft der privaten Sendeunternehmen und Presseverleger mit Sitz in Berlin. Sie vertritt die Urheber- und Leistungsschutzrechte nahezu aller deutschen und mehrerer internationaler privater TV- und Radiosender sowie über 200 digitale verlegerische Angebote.

 

Kontakt:
VG Media
Gesellschaft zur Verwertung der Urheber- und Leistungsschutzrechte von Sendeunternehmen und Presseverlegern mbH
Lennéstraße 5
10785 Berlin
E-Mail: info[at]vgmedia.de 
Telefon: +49 30 - 20 62 00-0
Telefax: +49 30 - 20 62 00-33
Internet: www.vgmedia.de

Anfragen Presse:
Bernd Delventhal, Leiter Kommunikation
E-Mail: bernd.delventhal[at]vgmedia.de  

VDZ, 9.5.2017