Verband der Zeitschriftenverlage in Nordrhein-Westfalen e.V.

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  • Reduzierter Mehrwertsteuersatz auf elektronische Presseprodukte

    Presseverleger: Empfehlung des Europäischen Parlaments mahnt Ministerrat zu schneller Entscheidung

    Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) begrüßen ausdrücklich die gestern mit überwältigender Mehrheit angenommene Empfehlung des Europäischen Parlaments, wonach es den Mitgliedsstaaten freigestellt werden soll, den Mehrwertsteuersatz für digitale Zeitungen, Periodika und E-Books dem jeweiligen reduzierten Mehrwertsteuersatz anzupassen.

    „Nun ist es aber auch höchste Zeit, dass der letztlich zuständige EU-Ministerrat diese überfällige Entscheidung nicht mehr auf die lange Bank schiebt,“ sagte eine Sprecherin der Verlegerverbände. „Wir haben es nie verstanden, warum digitale Ausgaben von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern anders behandelt werden sollten als die gedruckten Exemplare.“

    In Deutschland gilt für gedruckte Presseprodukte der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent, für digitale Ausgaben hingegen der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent.

    VDZ, 2.6.2017

Nachruf

Nachruf

Plötzlich und unerwartet verstarb am Montag, 13.10.2014 Stefan Lübbe, Verleger und Mehrheitsaktionär unseres Mitgliedsverlages, der Bastei Lübbe AG in Köln. Er erlag im Alter von nur 57 Jahren einem Herzinfakt. Unser Mitgefühl gilt seiner ganzen Familie. Wir verlieren mit unserem früheren Vorstandsmitglied eine wichtige Verlegerpersönlichkeit.

Reduzierter Mehrwertsteuersatz auf elektronische Presseprodukte

Reduzierter Mehrwertsteuersatz auf elektronische Presseprodukte

Presseverleger: Empfehlung des Europäischen Parlaments mahnt Ministerrat zu schneller Entscheidung

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) begrüßen ausdrücklich die gestern mit überwältigender Mehrheit angenommene Empfehlung des Europäischen Parlaments, wonach es den Mitgliedsstaaten freigestellt werden soll, den Mehrwertsteuersatz für digitale Zeitungen, Periodika und E-Books dem jeweiligen reduzierten Mehrwertsteuersatz anzupassen.

„Nun ist es aber auch höchste Zeit, dass der letztlich zuständige EU-Ministerrat diese überfällige Entscheidung nicht mehr auf die lange Bank schiebt,“ sagte eine Sprecherin der Verlegerverbände. „Wir haben es nie verstanden, warum digitale Ausgaben von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern anders behandelt werden sollten als die gedruckten Exemplare.“

In Deutschland gilt für gedruckte Presseprodukte der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent, für digitale Ausgaben hingegen der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent.

VDZ, 2.6.2017

Neuer Verteilungsplan der VG Wort

Neuer Verteilungsplan der VG Wort

VG Wort beschließt einen neuen Verteilungsplan: Urheber erhalten künftig 100 % der Tantiemen, es sei denn, sie stimmen ausdrücklich zu, einen Teil davon an ihre Verlage abzutreten. Rund 26.000 Autoren verzichten freiwillig auf eine Rückforderung.

turi2, 22.05.2017

Presseverlage warnen vor Enteignung durch neues Urheberrecht

Presseverlage warnen vor Enteignung durch neues Urheberrecht

Anlässlich des Beschlusses des Bundesrates zum Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz vom heutigen Tag haben der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger vor massiven Einschnitten in die Finanzierung von Journalismus gewarnt.

„Der Bundesrat hat mit seiner Entscheidung heute den Finger in die Wunde gelegt und in mehreren Anträgen auf die Gefahr des Gesetzes für die Presse hingewiesen“, sagte ein Sprecher der Verbände. Das dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das geplante Gesetz in der vom Bundesrat heute grundsätzlich begrüßten Form auf eine teilweise Enteignung der Verlage und damit der Journalisten hinausliefe. „Es wäre verheerend, wenn die heute vom Bundesrat benannten Bedenken in Bezug auf die Presse im weiteren Verfahren nicht durch grundlegende Änderungen an dem Gesetz beseitigt würden“, so der Sprecher.

Der Entwurf zum Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz sieht unter anderem vor, dass die Nutzung von Presseprodukten in den digitalen Angeboten öffentlicher Bibliotheken in Teilen grundsätzlich gratis möglich sein soll, auch wenn die Verlage in ihren eigenen Onlinediensten und Archiven hierfür eine Bezahlung verlangen. Das Gesetz soll im Bundestag bereits Ende Juni endgültig verabschiedet werden.

VDZ, 12.5.2017

VZVNRW-Vorstandsmitglied Dirk Sieben ist neues Vorstandsmitglied der Deutschen Fachpresse

VZVNRW-Vorstandsmitglied Dirk Sieben ist neues Vorstandsmitglied der Deutschen Fachpresse

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der IG Fachmedien im Börsenverein des Deutschen Buchhandels wurde am 17. Mai 2017 Dirk Sieben, Geschäftsführer DVS Media, als neuer stellvertretender Sprecher gewählt. Mit Übernahme dieses Amtes trat er automatisch auch in den Vorstand der Deutschen Fachpresse ein.

Siebens Fachmedienkarriere begann 1986 mit einer Ausbildung zum Buchhändler und Verlagskaufmann in der Mayerschen Buchhandlung in Aachen. Im Anschluss blieb er in der dortigen Fachbuchabteilung als Buchhändler tätig. 1992 erfolgte der Wechsel zur DVS Media GmbH, einem Tochterunternehmen des DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. Zunächst für die Bereiche Marketing/Vertrieb zuständig, wurde er später Verlagsleiter und Prokurist. Seit 2005 hat er die alleinige Geschäftsführung des Fachmedienhauses inne.
Zusätzlich zur Geschäftsführung der DVS Media GmbH ist Dirk Sieben seit 2008 einer von zwei Geschäftsführern der DVS-TV GmbH, einer gemeinsamen Beteiligungsgesellschaft von DVS Media und KNM – Krammer Neue Medien. Seit 2015 ist Dirk Sieben zudem Mitglied im Vorstand des Verbandes der Zeitschriftenverlage in NRW e. V. und gehört der Tarifkommission des VZVNRW an.
In den neuen Ehrenämtern in der Deutschen Fachpresse und in der IG Fachmedien folgt Dirk Sieben auf Hans Oppermann, der mit dem Ausscheiden als Vorsitzender der Geschäftsführung des Berliner Beuth Verlages als Fachpresse-Vorstandsmitglied und IG-Sprecher zurückgetreten war.

Deutsche Fachpresse, 17.5.2017
 

11. Networken für NRW-Verleger im Neven DuMont-Haus

11. Networken für NRW-Verleger im Neven DuMont-Haus

Am 9. Mai 2017 durften wir mit unserem 11. Networken für NRW-Verleger zu Gast beim Bundesanzeiger Verlag in Köln sein. Begrüßt wurden wir von Herrn Uwe Mähren, Leiter Fachverlag beim Bundesanzeiger Verlag in Köln.

Nach einer Einführung und Vorstellung des gastgebenden Verlages folgten über 20 VZVNRW-Mitglieder gespannt dem Vortrag von Herrn Sven-Steffen Schulz, Leiter Team Vergabe. Herr Schulz gewährte interessante und aufschlussreiche Einblicke in das VergabePortal des Bundesanzeiger Verlags und stellte die Online-Fortbildung am Beispiel des VergabeTrainers vor.

Wir bedanken uns bei der Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft für die Ausrichtung dieser Veranstaltung und den köstlichen Imbiss, bei dem die Teilnehmer des Networkens im Anschluss an den Vortrag zur weiteren Diskussion und kollegialen Gesprächen zusammenkamen.

VZVNRW, 15.5.2017

LG Berlin hält Klage der Presseverleger gegen Google teilweise für begründet

LG Berlin hält Klage der Presseverleger gegen Google teilweise für begründet

Das Landgericht Berlin hält die Klage der VG Media teilweise für begründet und legt Frage der Notifizierungspflicht des Leistungsschutzrechts der Presseverleger daher dem EuGH vor.

Das Landgericht Berlin hat am 9. Mai 2017 beschlossen, ein Vorabentscheidungsverfahren zur Frage der Notifizierungspflicht des am 1. August 2013 in Kraft getretenen Leistungsschutzrechts der Presseverleger beim Europäischen Gerichtshof einzuleiten. Das Gericht erklärte in dem Verkündungstermin wörtlich, es halte die Klage der VG Media - Presseverleger gegen die Google Inc. zumindest teilweise für begründet. Zu überprüfen sei allerdings, ob das Gesetz bei der EU-Kommission vor Erlass – entgegen der Auffassung der Bundesregierung – hätte notifiziert werden müssen.

Zum Beschluss des Landgerichts Berlin erklärt Markus Runde, Geschäftsführer der VG Media: „Vorzulegen ist nur dann, wenn das Landgericht Berlin in der Sache die Klage in Gänze oder in Teilen für begründet hält. Nur in diesem Fall kommt es auf die Frage der Notifizierung an, nur in einem solchen Fall ist vorzulegen. In der Sache selbst musste die Bundesregierung die Einführung des Leistungsschutzrechts der Presseverleger nicht bei der EU-Kommission notifizieren, da das Leistungsschutzrecht keine technische Vorschrift im Sinne der hier einschlägigen Info-Richtlinie darstellt. Technische Vorschriften im Sinne der Richtlinie sind nur solche, die die Aufnahme oder die Ausübung eines Dienstes der Informationsgesellschaften final und intensiv beschränken. Dies ist bei einem immateriellen Schutzrecht, das die Erbringung des Dienstes nicht behindert, sondern nur zu einer Vergütungspflicht der Suchmaschinenbetreiber für die erlangten geldwerten Vorteile führt, nicht der Fall. Die Bundesregierung ging und geht, anders als das Landgericht Berlin, weiterhin davon aus, dass eine Notifizierungspflicht bei Erlass des Leistungsschutzrechts der Presseverleger nicht bestand und das Gesetz daher anwendbar ist. Die VG Media schließt sich dieser Auffassung an.“

Zum Hintergrund:
Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (Presse-LSR) ist am 1. August 2013 nach Verabschiedung durch den Deutschen Bundestag in Kraft getreten. Es regelt, dass Suchmaschinen und News-Aggregatoren für die Nutzung von digitalen Presseerzeugnissen eine Vergütung an die Presseverleger zahlen müssen.

Gegenstand des Verfahrens vor dem Landgericht Berlin ist die urheberrechtliche Durchsetzung des Presse-LSR gegen die Google Inc. Zunächst hatte die Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt entschieden, dass das Presse-LSR anwendbar ist und Google und andere grundsätzlich zu zahlen haben. Die weitere gerichtliche Durchsetzung ist notwendig geworden, da Google die Anwendbarkeit des vom Bundestag erlassenen Gesetzes und die sich aus dem Gesetz ergebenden Zahlungsverpflichtungen grundsätzlich ablehnt. Kartellrechtliche Fragestellungen zum Missbrauch der Marktmacht durch Google und zur Rechtmäßigkeit der erzwungenen Gratiseinwilligungen werden in gesonderten Verfahren vor dem Kammergericht Berlin und der EU-Kommission entschieden. Sie spielen im Zuge dieses urheberrechtlichen Prozesses eine untergeordnete Rolle.

Die VG Media ist die Verwertungsgesellschaft der privaten Sendeunternehmen und Presseverleger mit Sitz in Berlin. Sie vertritt die Urheber- und Leistungsschutzrechte nahezu aller deutschen und mehrerer internationaler privater TV- und Radiosender sowie über 200 digitale verlegerische Angebote.

 

Kontakt:
VG Media
Gesellschaft zur Verwertung der Urheber- und Leistungsschutzrechte von Sendeunternehmen und Presseverlegern mbH
Lennéstraße 5
10785 Berlin
E-Mail: info[at]vgmedia.de 
Telefon: +49 30 - 20 62 00-0
Telefax: +49 30 - 20 62 00-33
Internet: www.vgmedia.de

Anfragen Presse:
Bernd Delventhal, Leiter Kommunikation
E-Mail: bernd.delventhal[at]vgmedia.de  

VDZ, 9.5.2017

VZVNRW Medientag am 22.6.2017

VZVNRW Medientag am 22.6.2017

Wir freuen uns sehr auf unseren VZVNRW Medientag am 22. Juni 2017 in der Stadthalle Mülheim. Dieses neue Veranstaltungsformat haben wir entwickelt, um Ihnen mit hochkarätigen Rednern, spannenden Vortragsthemen, einer interessanten Podiumsdiskussion viel Gelegenheit zum Networking zu bieten.

     

Melden Sie sich jetzt an!

Der VZVNRW Medientag findet statt im Kultur- und Kongresszentrum Stadthalle Mülheim und beginnt um 13:00 Uhr mit einem Grußwort von VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer. Die Teilnahme steht allen Interessierten aus dem Kreis unserer Mitgliedsverlage offen. Im Anschluss an die Vorträge und eine spannende Podiumsdiskussion bitten wir die Geschäftsführer unserer Mitgliedsverlage um 18:45 Uhr zur geschlossenen Mitgliederversammlung. Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Zum Abend laden wir herzlich zu einem festlichen Dinner ein, das im Gewölbesaal des CARUSO stattfinden wird. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen in entspannter Atmosphäre einen gelungenen Abend verbringen, der neben kulinarischen Köstlichkeiten sicherlich auch viele Gelegenheiten zum angeregten Meinungsaustausch bieten wird. Dass wir für die Dinner-Speech den neuen VDZ-Präsidenten Dr. Stephan Holthoff-Pförtner gewinnen konnten, ist ein zusätzlicher Höhepunkt des Abends.

VZVNRW, 4.5.2017

Schüler mit großem Bewusstsein für zentrale Rolle der Presse- und Meinungsfreiheit

Schüler mit großem Bewusstsein für zentrale Rolle der Presse- und Meinungsfreiheit

Anlässlich des Tags der Pressefreiheit am 3. Mai hat der Lehrerclub der Stiftung Lesen auf Initiative des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) ein Meinungsbild von Schülern zur Presse- und Meinungsfreiheit eingeholt. Dabei haben sich 1.589 Schülerinnen und Schülern aus 78 Klassen weiterführender Schulen in ganz Deutschland geäußert. Viele von ihnen informieren sich auch in Sozialen Medien über das tagesaktuelle Geschehen, vor allem bei YouTube (51 Prozent). Aber nur vier Prozent der befragten Schüler finden diese Quellen besonders glaubwürdig, deutlich weniger als Fernsehen oder Tageszeitungen/Zeitschriften (46 bzw. 23 Prozent). Die meisten halten sich mit Fernsehen (84 Prozent), Radio (66 Prozent) und Tageszeitungen (51 Prozent, inklusive deren Websites und Apps) auf dem Laufenden. Gleichzeitig besteht ein hohes Bewusstsein für Falschmeldungen, das auch auf eigenen Erfahrungen beruht. 91 Prozent kennen die Begriffe „Fake News“ oder „alternative Fakten“. Über 70 Prozent sind bereits auf falsche Meldungen gestoßen und 39 Prozent hatten diese zunächst geglaubt. „Die Bedeutung unabhängiger Berichterstattung, ermöglicht durch Presse- und Meinungsfreiheit, ist der großen Mehrheit der Jugendlichen bewusst und prägt auch deren eigene Kommunikation auf WhatsApp und Co.“, so VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer. „Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass keiner Mediengattung blind vertraut wird
– das ist ein gutes Ergebnis. Eine freie Presse braucht kritische Leser, Zuschauer und Hörer.“

Dass Presse- und Meinungsfreiheit auch für die persönliche Online-Kommunikation auf WhatsApp, Facebook, SnapChat oder Twitter eine Rolle spielt, betonen fast alle Schüler, die sich geäußert haben (94 Prozent). „Freie Meinungsäußerung führt umgekehrt gerade nicht dazu, dass junge Menschen alles glauben“, so Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. „Gemeinsam mit dem VDZ setzen wir uns für die umfassende Förderung von Lese- und Medienkompetenz ein, zum Beispiel mit dem Projekt ‚Zeitschriften in die Schulen‘. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei unter anderem, Darstellungsweisen zu erkennen und deren Absicht zu hinterfragen.“

Anlässlich des diesjährigen Tags der Pressefreiheit hatte die Stiftung Lesen die Mitglieder ihres Lehrerclubs am 16. März per E-Mail aufgefordert, die Ansichten ihrer Schüler zur Presse- und Meinungsfreiheit zu erfragen und die Ergebnisse unter Angabe von Schultyp, Bundesland, Schülerzahlen und Klassenstufe an die Stiftung Lesen zu übermitteln. Bis zum 7. April haben Lehrkräfte von 78 Klassen an weiterführenden Schulen in zwölf Bundesländern die Antworten von 1.589 Schülerinnen und Schülern auf der Website des Lehrerclubs eingetragen.

VDZ, 2.5.2017

Jubiläum im Aachener Bergmoser + Höller Verlag

Jubiläum im Aachener Bergmoser + Höller Verlag

Gründer feiern 80. und 90. Geburtstag

Im Jubiläumsmonat April begehen die beiden Gründer des Bergmoser + Höller Verlages Josef Bergmoser und Dr. h.c. Karl R. Höller ihren 90. beziehungsweise 80. Geburtstag.

Mit "Image - das Bild unserer Pfarrei", einer Publikation für Pfarrbriefredaktionen zur professionellen Gestaltung von Pfarrmagazinen, legen der Verlagskaufmann Josef Bergmoser und der Publizist Karl R. Höller 1970 den ersten Grundstein für den ein Jahr später als GbR gegründeten Bergmoser + Höller Verlag. Nach gleichem Prinzip "Aus der Praxis für die Praxis" entstehen weitere Reihen für die Arbeit der katholischen und evangelischen Gemeinden, der Lehrer/-innen und Erzieher/-innen in Schule, Vorschule und Kindergarten sowie der Mitarbeiter/-innen in der Altenarbeit. Während der ersten anderthalb Jahrzehnte des neuen Jahrhunderts vollzieht der Verlag den Übergang aus der Print- in die digitale Publikation.

Seit 2012 gehört der Hutt Verlag für Übungs- und Prüfungsaufgaben von der Grundschule bis zur Realschule und seit 2016 der Ökotopia Verlag mit seinen umwelt- und spielpädagogischen Materialien für Erzieher/-innen, Lehrer/-innen, Eltern, Kinder und Jugendliche und für die Weiterbildungs- und Gruppenarbeit zum Verlag, der seit 2001 eine Aktiengesellschaft ist.

Zum Lebenswerk der Jubilare zählt auch die 2010 gegründete Bergmoser + Höller Stiftung. Diese hat zum Ziel, überkonfessionell Gemeinden, Initiativen und Menschen mit einem Preisgeld auszuzeichnen, die mit zeitgemäßen und innovativen Formen der Verkündigung christliche Glaubensfreude lebendig halten, und diese in einer Stiftungszeitung allen deutschsprachigen Gemeinden bekannt zu machen.

Josef Bergmoser und Karl R. Höller ist es erfolgreich gelungen, den Familienbetrieb in ein mittelständisches Unternehmen zu überführen und einen konfessionellen Verlag in einer Zeit zu etablieren, in der die konfessionelle publizistische Tätigkeit immer schwerer und anspruchsvoller wurde.

(Bergmoser + Höller AG)

VZVNRW, 28.4.2017

 

VDZ-Jahrespressekonferenz

VDZ-Jahrespressekonferenz

Zeitschriftenverleger erwarten stabile Geschäftsentwicklung 2017/ Politik muss geistiges Eigentum stärker schützen, Presse- und Meinungsfreiheit verteidigen / „Facebook-Gesetz“ stoppen

„Die Zeitschriftenverlage erwarten für 2017 eine stabile Geschäftsentwicklung. Die Verlage stehen beim digitalen Wandel mitten auf dem Spielfeld, bringen starke neue Zeitschriften und Digitalprodukte auf den Markt“, sagte VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer auf der VDZ-Jahrespressekonferenz. „Im Jahr der Bundestagswahl ist es zentral, dass insbesondere das geistige Eigentum, Presse- und Meinungsfreiheit gestärkt werden und kein Panikgesetz für soziale Netzwerke durchgepeitscht wird.“

Die deutschen Zeitschriftenverlage erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2016 einen Branchenumsatz in Höhe von 14,8 Milliarden Euro (2015: 14,7 Milliarden Euro) und beschäftigten rund 60.000 Mitarbeiter. Auch für 2017 wird laut der aktuellen VDZ-Trendumfrage, die auf der Pressekonferenz in Berlin exklusiv vorgestellt wurde, eine stabile Geschäftsentwicklung erwartet. Neben dem Wachstum im Digitalgeschäft von elf Prozent planen die Verlagsmanager für 2017 auch im sonstigen Geschäft wie Konferenzen und Datenbank-Services mit einem Plus von sieben Prozent ein Umsatzwachstum. Im Vertrieb erwarten die Befragten einen leichten Rückgang von 1,6 Prozent und im Anzeigengeschäft ein Minus von 1,9 Prozent. „Die Zeitschriftenverlage bieten mit ihren Medien-Marken gerade im Vergleich zu den sozialen Netzwerken, YouTube und Co. ein vertrauenswürdiges Umfeld für Leser und für nachhaltige Werbung“, sagte Stephan Scherzer. „Im Unterschied zu den sozialen Netzwerken steht Editorial Media in Print, Web und Mobil für geprüften redaktionellen Inhalt und nachvollziehbare Kampagnen-Platzierung. Zeitschriften kennen auch keinen Second Screen. Bezahlter Inhalt und uneingeschränkte Aufmerksamkeit, Zeitschriften haben die härteste Medienwährung, die es gibt.

Der VDZ formulierte mit Blick auf die Bundestagswahl die grundsätzliche Erwartung der Zeitschriftenverleger an die Politik. Statt Verschlechterung der publizistischen und wirtschaftlichen Rahmen­bedingungen gedruckter wie digitaler Presse, etwa durch neue Schranken im Urheberrecht, müsse es um deren Verbesserung in allen relevanten Bereichen gehen.

Der VDZ hat schon frühzeitig auf die Gefahren für Presse- und Meinungsfreiheit durch das geplante Netzwerkdurchsetzungsgesetz hingewiesen. „Der konkrete Gesetzentwurf, private Internet-Unternehmen dazu zu zwingen, an Stelle der Strafgerichte über die Grenzen der Meinungsfreiheit zu entscheiden, birgt eine äußerst große Gefahr für die Presse- und Meinungsfreiheit!“, so Stephan Scherzer. So gut das Netzwerkdurchsetzungsgesetz gemeint sein mag, so sicher wird es die Meinungs- und Pressefreiheit in Deutschland schwächen. Facebook kann weder rechtlich noch faktisch ein Gerichtsverfahren ersetzen und muss, um das Risiko von Millionenbußen abzuwenden, schon bei bloßem Strafbarkeitsverdacht löschen. Das bedeutet zwangsläufig die in aller Regel geheim bleibende Löschung ungezählter rechtmäßiger Äußerungen. Dabei erfasst das Gesetz schon jetzt auch Presseartikel auf sozialen Netzwerken. Und es wird Begehrlichkeiten wecken, die dann einmal eingeführte privatisierte Inhaltskontrolle über die sozialen Netzwerke hinaus auch auf digitale Presseangebote zu erstrecken. „Es kann nicht sein, dass der Staat seine Hoheit auf Rechtsdurchsetzung ruhen lässt, um mit Facebook den größten Inhalteraum der Erde auch zum größten Zensor zu machen“, führte Scherzer aus. „Statt eines unausgegorenen Gesetzes, das vor der Wahl durch den Bundestag getrieben werden soll, müssen alle gesellschaftlich interessierten Kräfte an der konsequenten Durchsetzung geltenden Rechts arbeiten.“

Der VDZ stellt einen 5-Punkte-Plan vor:

1) Geltendes Recht muss umgesetzt werden – das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist unnötig.

2) Bund und Länder müssen die Strafverfolgungsorgane (Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichte) so ausstatten und unterstützen, dass sie zügig geltendes Recht in den sozialen Netzwerken durchsetzen können.

3) Facebook muss eigene Ressourcen aufbauen und 24/7 erreichbar sein, um geltendes Recht nach Aufforderung zeitnah umzusetzen.

4) Die Bürger müssen aufgeklärt ermutigt werden, bei strafrechtlich relevanten Tatbeständen die Strafverfolgungsbehörden einzuschalten.

5) Es geht nicht nur darum, rechtswidrige Veröffentlichungen zu bekämpfen. Umgekehrt muss auch verhindert werden, dass Quasi-Monopolisten wie Facebook nach eigenem Gutdünken bestimmte rechtmäßige Inhalte nicht veröffentlichen. Deshalb müssen solche marktbeherrschenden Plattformen allen rechtmäßigen Inhalten diskriminierungsfreienZugang gewährleisten.

Scherzer warb auch dafür, die Menschen an einen sprachlich respektvolleren Umgang im Netz zu erinnern in dem Sinne: „Denke bei dem, was Du schreibst daran, der nächste Shitstorm könnte Dich treffen“. Hasskommentare führen zu einer sprachlichen Verrohung, die für eine freie Gesellschaft nur abträglich ist. Zugespitzte Kommentare gehören zum Meinungskampf – Hass führt zu einer ungebremsten Eskalation.

Presse- und Meinungsfreiheit sei in Europa und auch weltweit immer stärker unter Druck, so Scherzer. Die politischen Angriffe auf Journalisten und Verlage nähmen zu, besonders dramatisch in der Türkei, in der heute über 150 Journalisten inhaftiert seien. Es sei unerträglich, dass dort Journalisten, die professionell ihre Arbeit machen, als Terroristen diffamiert würden und keine faire rechtstaatliche Behandlung erfahren. Scherzer forderte die Freilassung des Welt-Journalisten Deniz Yücel sowie aller in der Türkei zu Unrecht inhaftierten Journalisten.

Fehlende Rechtspositionen im Digitalen machen die Finanzierung der digitalen Presse ausgesprochen schwierig. Ungeschminkter und rücksichtloser denn je bedienen sich die großen Technologie-Plattformen fremden geistigen Eigentums. Angebote vermeintlicher Kooperation wie Instant Articles erweisen sich als einseitige und wenig partnerschaftliche Lösungen. Scherzer betonte, die Politik müsse den Schutz geistigen Eigentums und die Leistung der Verlage für eine vielfältige und vitale Presselandschaft ernst nehmen. „Die Presseverleger müssen als Rechteinhaber im EU-Urheberrecht anerkannt werden. Die Vermarktungshoheit der Verlage über ihre journalistischen Produkte ist existenziell für eine unabhängige, digitale Pressefinanzierung“, so Scherzer. Deshalb sei die Einführung eines Presseverlegerrechts im EU-Urheberrecht dringend geboten. Andere Branchen wie Musik und Film hätten diese Rechte schon lange. In diesem Zusammenhang macht der VDZ deutlich, dass es keine neuen, extrem weitgehenden Urheberrechtsschranken geben dürfe. Die in Brüssel und Berlin diskutierten Schranken, insbesondere beim Text- und Datenschürfen, e-lending und digitalem Unterricht, sollen vielfach eine Enteignung der Verlage an die Stelle von Lizenzen und Lizenzerlösen setzen.

Der VDZ forderte die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für die digitale Presse. Dieser seit Jahren überfällige Schritt sei ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Freien Presse. Die EU-Finanzminister könnten schon im Mai die Erstreckung auf digitale Zeitschriften und Zeitungen beschließen. Dann ist der Bundestag gefragt, diese Chance zügig im deutschen Steuerrecht umzusetzen. Über 90 Prozent der befragten Verlage halten es für erforderlich, den Mehrwertsteuersatz für digitale, journalistische Angebote analog zu Print auf sieben Prozent zu reduzieren.

Scherzer kritisierte den Expansionsdrang der öffentlich-rechtlichen Sender und warnte vor einer weiteren Ausdehnung des Auftrags. Dies seien schon lange nicht mehr nur Rundfunk, sondern immer mehr Fullservice-Medien-Anbieter. Sollten die Bundesländer dem Drängen der Rundfunkanstalten nachgeben, müsse das Verbot presseähnlicher Angebote von ARD und ZDF dringend erhalten werden. Er verwies auf die Umfrage, wonach rund zwei Drittel der befragten Verlage die digitalen Angebote der öffentlich-rechtlichen Anstalten als Wettbewerbsverzerrung kritisierten, weil sie durch ihren Inhalt und ihr Auftreten direkt mit denen der Verlage konkurrierten und Paid-Content-Strategien der privat finanzierten Presse im Netz enorm erschwerten.

Gerade in der Digitalisierung ist die gedruckte Zeitschrift ein zentrales Geschäftsfeld für die Branche. „Beim Aufbau von Communities spielt Print eine zentrale Rolle als vertrauensvoller Anker der Marken“, erklärte Stephan Scherzer. Fast zwei Drittel der Zeitschriftenverlage (62 Prozent) gaben in der Trend-Umfrage an, im laufenden Jahr neue Magazine auf den Markt bringen zu wollen. Von diesen Verlagen launchen 50 Prozent periodische Titel, 79 Prozent planen neue Sonderausgaben und Specials. „Die Verlage schaffen es, mit innovativen, kreativen Konzepten die Bedürfnisse und Interessen von gut definierten Zielgruppen zu befriedigen“, erklärte Stephan Scherzer. Zum Ende des ersten Quartals 2017 gab es in Deutschland, dem Wissenschaftlichen Institut für Presseforschung und Medienberatung aus Köln zufolge, insgesamt 1.596 mindestens quartalsweise erscheinende Publikumszeitschriften. 2016 brachten die Verlage 87 neue Magazine auf den Markt, 53 wurden eingestellt. Innerhalb des ersten Quartals 2017 launchten die Zeitschriftenverlage bereits 18 Titel. 

Sehr erfreulich haben sich die über 4.000 Titel der B2B-Medien der Deutschen Fachpresse entwickelt. Deutschland hat den vielfältigsten B2B-Fachmedienmarkt weltweit und dieser entwickelt sich gut. Das große Vertrauen der Entscheider und die 360-Grad-Vermarktung in perfekt definierten Zielgruppen führen zu einem Wachstum von 1,5 Prozent, erläuterte Stephan Scherzer. „Die Fachpresse wächst seit der Lehmann-Krise im Jahr 2009 kontinuierlich, erweitert die Zielgruppenansprache und findet innovative Lösungen für Leser und Werbungtreibende in Zeiten der Digitalisierung.“ Fachmedien zeigten viele Lösungswege für den zeitgemäßen Umgang mit Lesern und Zielgruppen auf.

Treiber für die Entwicklung dieser Fan-Communities ist der digitale Wandel. „Das stetige Wachstum des Digitalgeschäfts zeigt, dass die Zeitschriften-Branche im aktuellen Transformationsprozess richtige, zukunftsträchtige Entscheidungen trifft“, argumentierte Stephan Scherzer. Für das Jahr 2017 rechnen die Verlagshäuser im Digitalgeschäft im Schnitt mit einem Umsatzwachstum von gut elf Prozent. Damit erhöht sich der für 2017 erwartete Umsatzanteil des gesamten Digitalgeschäfts am Gesamtumsatz auf 20 Prozent (Vorjahresprognose für 2016: 18 Prozent).

„Ein entscheidender Motor für das Digitalgeschäft ist die Omnipräsenz von Mobile“, begründete Stephan Scherzer. „Die Reichweite des mobilen Internets holt gegenüber derjenigen des stationären Internets in allen Altersgruppen mit Riesenschritten auf – bei den 14- bis 29-Jährigen dominiert bereits die mobile Nutzung.“ Von den klassischen Mediengattungen erzielen Publikumszeitschriften mit ihren Mobile Enabled Websites und Apps eine Reichweite von 65 Prozent (AGOF digital facts 2016-IV). Das sind 28 Millionen Mobile User. Damit liegen die Publikumszeitschriften nach wie vor unangefochten an der Spitze, gefolgt von Tageszeitungen (58 Prozent), TV (32 Prozent) und Radio (acht Prozent). Bei den Online-Angeboten liegen die Publikumszeitschriften mit einer Reichweite von 71 Prozent (38 Millionen Online User) ebenfalls mit großem Vorsprung auf Platz eins – vor Tageszeitungen (60 Prozent), TV (47 Prozent) und Radio (elf Prozent). 

Auch die Umsatzerwartungen der Zeitschriftenverlage für das kommende Jahr zeigen, dass sich das Digitalgeschäft zu einer tragenden Geschäftssäule entwickelt hat. Im klassischen Geschäft erwarten drei Viertel der Verlagsmanager (74 Prozent) steigende Umsätze bei Online-Angeboten, gefolgt von Mobile- (52 Prozent) und Paid-Content-Angeboten (50 Prozent) sowie Sonderausgaben und Specials der Zeitschriften (38 Prozent). Rund ein Fünftel der Verlage wird darüber hinaus neue periodische Titel auf den Markt bringen. Bei den neuen Erlösquellen gehen knapp zwei Drittel (62 Prozent) der Befragten von einem Umsatz-Plus im Geschäft mit Diversifikationsprodukten wie E-Commerce und Datenbank-Services aus. Ebenfalls steigende Umsätze kalkulieren die Verlagsmanager in den Bereichen Content-Marketing-Dienstleistungen (52 Prozent), Lead-Generierung (43 Prozent) und Native Advertising (35 Prozent). 

VDZ, 25.4.2017